Projektor 19/2016 Die Ereignisse der Kunstwoche in Leipzig

Wenn gesundheitliche Schwächen mit Computerproblemen zusammentreffen, kann es vorkommen, dass die Wochenvorschau erst am Dienstag erscheint. Das ist zu verkraften, da die ersten Veranstaltungen erst am Donnerstag stattfinden. 18 Uhr wird in der Galerie KUB die Total State Machine angeworfen, präsentiert von Kreative Empire, Zonic und NSK Lipsk. Test Dept, das 1981 gegründete legendäre britische Industrial-Kollektiv mit Tendenz zu Multimedia und (Massen-)Performance-Kunst, waren in ihrer ersten Phase bis 1997 nicht nur als Bearbeiter von Klangmaterialien und radikale Visualisierungen als eine der wichtigsten Formationen des Genres geschätzt, sondern zeichneten sich als hochpolitische Verwerter und Recycler von medialen Gesellschaftsabfällen aus. 

Im Gletscherstein Art Club beginn am Donnerstag 18 Uhr die Ausstellung Unterwegs und Hier mit Malerei der Dresdnerin Mandy Friedrich.

Bildquelle: Gletscherstein Art Club

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Projektor 18/2016 Die Kunstereignisse in Leipzig in der 18. Kalenderwoche 2016

Am Dienstag gibt es 18 Uhr in der GfZK ein Künstlergespräch mit Calla Henkel und Max Pitegoff. Zur gleichen Zeit findet im GRASSI Museum für Völkerkunde die Diskussion Relevanz der Kunst – Kunst der Relevanz mit Deborah Jeromin (Künstlerin), Dr. Marc Rölli (HGB), Nanette Snoep (SES) und Julia Zureck (Künstlerin) statt. Die Moderation hat Benjamin Meyer-Krahmer.

Am Mittwoch ist Valentin Diaconov im Bükü zu einem Kuratorengespräch zu Gast. Eine Stunde später beginnt im Bistro 21 die Ausstellung Master and Slave mit Manuel Schneidewind. Und 20 Uhr startet im KV Kolonnandenstraße die Lecture Performance Sweet Talking mit Franziska Pierwoss.

Am Donnerstag heißt es im Kulturny Dom Lipsk / Salon Similde Global DADA 100, Pt.2: Tribut an Nichts und die russischen Nichtsler.

Am Sonnabend findet 15.30 Uhr im Neu Deli, Nachfolgeinstitution der Galerie Delikatessenhaus, die Finnisage der Ausstellung Ende.Neu mit Belle Shafir, Tel Aviv und Stefanie Busch, Dresden, statt.

Projektor 17/2016 Die Ereignisse der Leipziger Kunstwoche

So, jetzt kommt´s ganz dicke. Das Rundgang-Wochenende steht bevor und viele Galerien außerhalb der Spinnerei docken an diesen Termin an.

Los geht es aber erst einmal am Dienstag in der Keramik-Galerie terra rossa. 18 Uhr ist Vernissage der Ausstellung Bild & Form mit Arbeiten von Christine Kleeberg.

Am Mittwoch gibt es in der Galerie der HGB ab 19 Uhr Sharon Kivlands Ausstellung mit dem nicht ganz simplen Titel The Natural Forms, Part III: The Tracts. Readers and Liseuses. Mademoiselle La Marchandise. Other Works zu sehen. Ausgehend von einer intensiven Beschäftigung mit den Theorien von Karl Marx und Sigmund Freud widmet sich die englisch-französische Künstlerin und Theoretikerin Sharon Kivland in den Arbeiten für die Ausstellung Fragen nach Rollenzuschreibungen, Geschlechterkonstruktionen und Ökonomie. Dabei interessiert sie insbesondere die Funktion von Frauenbildern in der ökonomischen Theorie und gesellschaftlichen Wirklichkeit kapitalistischer Systeme. Weiterlesen

Projektor 16/2016 Die Ereignisse der Kunstwoche in Leipzig

Von wegen Ruhe vor dem Sturm. Auch wenn der große Rundgang erst übernächstes Wochenende ansteht, ist auch die kommende Woche schon ziemlich angefüllt mit Terminen, wobei eine gewisse Theorielastigkeit nicht zu sehen ist.

Am Dienstag geht es 19 Uhr los mit einem Künstlergespräch in der Galerie Eigen+Art mit dem Maler Titus Schade und Prof. Frank Zöllner von der Uni Leipzig als Abschluss der Gruppenausstellung Trailer.

Am Mittwoch beginnt im MdbK eine Serie von Veranstaltungen zur Schenkung des Künstlers Lutz Dammbeck mit Dürers Erben, 1995: Der Mythos der Leipziger Schule und die „Malerfürsten“ der DDR, ein Kunstgespräch des Neuen Leipziger Kunstvereins e. V. mit Fred Gehler.

Ebenfalls am Mittwoch, aber 20 Uhr, findet in der Galerie Kontrapost in der Reihe Schaufenster die Vernissage mit Farbholzschniten von Susanne Werdin unter dem Titel Sechzehntel, changierend statt.

Susamme Werdin. "Eine gelbe Diagonale", Bildquelle: Galerie Konrapost

Susamme Werdin. „Eine gelbe Diagonale“, Bildquelle: Galerie Konrapost

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Projektor 15/2016 Die Vorschau auf die Kunstwoche

Am morgigen Dienstag werden im GRASSI Museum für Völkerkunde 19 Uhr vier Kurzfilme  des HGB-Professors Clemens von Wedemeyer unter dem Titel The Fourth Wall gezeigt. Ausgangspunkt für das Projekt von Clemens von Wedemeyer ist die vermeintliche Entdeckung der „Tasaday“ im philippinischen Regenwald – im Jahr 1971 eine Weltsensation, denn die 26 Indigenen lebten offenbar ohne Wissen über die zeitgenössische Welt. Ihre Echtheit wurde allerdings in den 1980er Jahren bezweifelt und zu einem Schwindel erklärt. In mehreren Filmen und Interviews zeigt und hinterfragt Clemens von Wedemeyer die Illusion, wir könnten unterscheiden zwischen Bildern der Echtheit des Anderen. Es ist eine Untersuchung über Darstellung von Authentizität und Glauben an einen ersten Kontakt – zwischen Anthropologen und einer isolierten Gruppe, zwischen Schauspielern und ihrem Publikum, zwischen den Besuchern und den Werken einer Ausstellung. Weiterlesen

Projektor 14/2016 Die Leipziger Kunsttermine der 14. KW 2016

Am Donnerstag geht es los, 19 Uhr stehen gleich drei parallele Veranstaltungen zur Auswahl. Im Bistro 21 im aufblühenden Leipziger Osten beginnt die Ausstellung Die gute Krankheit mit Charlotte Urbanek. Der Kunstverein Gegenwart ist in der Maschinenhalle, Täubchenweg 20, zu Gast. kehrtwenden : weitergehen heißt die Schau. Künstler_innen scheitern – an den Erwartungen des Publikums, der Gesellschaft und an ihren eigenen. Auf dem Kunstmarkt, in der Umsetzung ihrer Ideen, in der Vermittlung ihrer Arbeit. Was passiert jedoch, wenn Künstler_innen diese Enttäuschungen nicht passiv erdulden, sondern sie sich aneignen, sie instrumentalisieren und produktiv überformen? In der Ausstellung „kehrtwenden : weitergehen“ versammelt der Kunstverein gegenwart e.V. junge künstlerische Positionen, die sich auf offensive Weise mit den Enttäuschungen auseinandersetzen, die ihnen auf privater, gesellschaftlicher oder künstlerischer Ebene begegnen. In Installationen, Video-, Fotografie- und Textarbeiten sowie in performativer Praxis werden Enttäuschung und Scheitern als werkimmanente Strategien erprobt und als Thematiken befragt.

kehrtwenden

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Projektor 13/2016 Die Vorschau auf die 13. Kunstwoche 2016 in Leipzig

Am Donnerstag Freitag startet 18 Uhr im KunstKraftWerk die Ausstellung Achsendenken mit den Künstlern David Augusto Rios Alomia (NO), Takahiro Ueda (JP), Kata Kovács (HU) und Tom O’Doherty (IE). Am 2. und 3. April ist dazu jeweils von 13 bis 18 Uhr die Performance Increments von Kovács/O’Doherty zu sehen.

Ebenfalls am Donnerstag Freitag, aber ab 19 Uhr wird in der GfZK der Kunstpreis Europas Zukunft an Leon Kahane verliehen. For Official Use Only nennt sich die Ausstellung, zu der es in der Ankündigung heißt: In Zeiten von innenpolitischer Radikalisierung und erstarkenden Nationalismen drängt sich die Frage nach dem Verhältnis von Identität, Staatlichkeit und Gemeinschaft in den Vordergrund. Was meint der Begriff Europa, wen schließt er mit ein, wer bleibt außen vor?

Zur gleichen Zeit ist Vernissage in der Galerie Koenitz. Unbestechlich heißt die Schau mit Arbeiten von Baldwin Zettls. Altmeisterliche, mit dem Grabstichel auf Kupfer ausgeführte Auseinandersetzungen mit Literatur und Musik, die nie nur illustrieren wollen, treffen auf allegorische Meisterwerke, mitunter leichtfüßig, als kühner Kommentar des Zeitgeschehens oder manierierte Darstellung des menschlichen Körpers. Span um Span bereitet  Zettl dem Weltenzirkus Mensch eine Bühne. 

Am Freitag Sonnabend beginnt 18 Uhr die Ausstellung The Other Window mit Arbeiten von Céline Germès und Florian Rosier in der Galerie Bipolar.