Projektor 30/2016 Die Ereignisse der Kunstwoche in Leipzig

Das Sommerloch hat in der vorigen Woche den Projektor ganz aufgefressen und hält ihn in dieser letzten Juliwoche auch recht klein. Am Sonnabend gibt es in der Spinnerei drei Eröffnungen. 18 Uhr beginnt bei Josef Filipp im Doppelpack Egosun von Klara Meinhardt und Tabula Rasa von Claudia Piepenbrock.

Claudia Piepenbrock: Seitengang: 2 angepasste Wände, spiegelnd und lautlos, 2016 /Weserburg–Museum für morderne Kunst Bremen /Foto: Franziska von den Driesch

Claudia Piepenbrock: Seitengang: 2 angepasste Wände, spiegelnd und lautlos, 2016
/Weserburg–Museum für morderne Kunst Bremen /Foto: Franziska von den Driesch

Zur gleichen Zeit startet in der Galerie ASPN die Gruppenausstellung maroc mit Nabil El Makhloufi, Friederike Jokisch, Yvette Kießling, Johannes Rochhausen und Matthias Weischer. Und 20 Uhr fangt in der Galerie Kleindienst Geh doch (nach) Reude, du Opfer! mit David Röder & friends mit Sommerparty an.

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Projektor 28/2016 Die Ereignisse der Kunstwoche in Leipzig

Am Mittwoch findet in der Kunsthalle G2 ab 19 Uhr die Präsentation des Kataloges zur aktuellen Ausstellung Nocturama von Katrin Heichel statt. Die Künstlerin Katrin Heichel stellt sich den Fragen des Publikums und gibt einen Einblick in ihr malerisches Schaffen. Clemens Meyer liest aus seinem Text »Nacht, Nacht falle mich an«, den er für den Katalog zur Ausstellung verfasst hat. Eintritt frei!

Am Freitag beginnt 16 Uhr das Sommerfest der GfZK mit mehreren Veranstaltungen, darunter die Ausstellungseröffnungen SENTSOVS CAMERA und Matthias Hoch: Hotel Kobenzl. Projektion ab 19 Uhr.

Zeitgleich, also ebenfalls ab 16 Uhr, sind in der Galerie der HGB die Abschlussarbeiten der diesjährigen Diplomanden zu sehen. Auch dort wird bis in die Nacht hinein gefeiert, u.a mit DJ Tilo Baumgärtel.

Am Sonnabend wird 17 Uhr in der Galerie b_2 die Ausstellung Drama mit Arbeiten von Christian Schellenberger & Rike Horb eröffnet. Eine Stunde später startet in der Galerie Bipolar Schere Stein Papier. Außer Werken von Viktor Rosin, Eva Schmidt und Soenke Thaden ist die Band Geld et Nelt zu erleben. Noch eine Stunde später beginnt im Westpol A.I.R. Space das Mittelmaß 2016. Was sagt es über die Gegenwart, wenn das Wort „Mittelmaß“ nur negative Bedeutung hat; wenn Mäßigkeit und Anpassung verachtet werden? Es ist ein Dilemma: in der Kunst gilt Mittelmaß als Katastrophe, gesellschaftlich als Notwendigkeit.

Projektor 27/2016 Die Ereignisse der Leipziger Kunstwoche

Am Donnerstag ist eine gewisse Häufung in der ansonsten nicht so fetten Kunstwoche zu verzeichnen. Schon 14 Uhr geht es los mit einem Artist Talk in der Pilotenküche, einem der in der Spinnerei ansässigen Stipendiatenprogramme. 12 Künstler der neuen Belegschaft stellen ihre Programme vor.

18 Uhr wird gleich nebenan in Halle 14 Memory in Dialogue von Kai-Hendrik Windeler eröffnet. In der Diplomausstellung setzt sich Kai-Hendrik Windeler mit dem von seinem Vater angelegten Dia-Archiv der Familie auseinander. Mit der Fragestellung, was passiert, wenn das kommunikative Gedächtnis zu verblassen droht, untersucht Windeler die private Bildersammlung auf archivarische Methoden, verdichtet es, fügt eigene assoziative Beschreibungen an und löst das Material damit aus dem Privaten. 

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Projektor 26/2016 Die Ereignisse der Leipziger Kunstwoche

Während sonst diese Vorschau eine trockene Auflistung von Ereignissen ist, muss diesmal eine Polemik am Anfang stehen. Dass es mit f/stop (wieder) ein Fotografiefestival in Leipzig gibt, ist großartig. Abgesehen davon, dass diesmal die vielen „Komplizen“ und „Satelliten“ in der Werbung des Festivals kaum vorkommen, muss es andererseits unverständlich erscheinen, warum die Doppelausstellung in Kunsthalle und MdbK, die thematisch hervorragend passt, nicht zeitlich synchronisiert werden konnte. Konzertierte Aktion im Sinne der gesamten Stadt ist wohl kein Thema.

Jedenfalls geht die Woche los mit einem für die Kunsthalle der Sparkasse ungewöhnlichen Termin. Am Dienstag wird dort 19 Uhr Die Lehre – Arno Fischer. Evelyn Richter eröffnet. Im Verlauf der 1980er Jahre etabliert sich die Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel. An der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig ist diese Entwicklung eng mit der Berufung von Arno Fischer und Evelyn Richter verbunden. Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Diplomarbeiten der beiden Klassen. Ansichten aus dem Studienalltag, der Lehre und von den Diplomausstellungen ergänzen die Originalabzüge zu einem anschaulichen Bild dieses prägenden Kapitels der jüngeren Hochschul- und Zeitgeschichte.

Evelyn Richter, Musikviertel, Leipzig 1976 © Ostdeutsche Sparkassenstiftung

Evelyn Richter, Musikviertel, Leipzig 1976 © Ostdeutsche Sparkassenstiftung

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Projektor 25/2016 Die Leipziger Kunstwoche in der Vorschau

Diese Leipziger Kunstwoche steht unübersehbar im Zeichen der Eröffnung von f/stop, dem Fotografiefestival. Doch daneben gibt es auch noch andere Ereignisse.

Am Mittwoch gibt es 19 Uhr in der HGB, Raum 2.32, die Carrara Studies von Christian Holze zu sehen.

Flying High im Kunstkraftwerk hat dann schon mit f/stop zu tun. Los geht es am Donnerstag 18 Uhr. Der Blick in die aktuelle Fotokunstszene Chinas überrascht mit eindringlichen und experimentellen Arbeiten. Die rasende Urbanisierung mit ihren Folgen für Gesellschaft und Umwelt, das Ende der Ein-Kind-Politik und die hedonistische Jugend sind Themen dieser Ausstellung. Es werden die Arbeiten von neun chinesischen Künstlerinnen und Künstlern gezeigt, zusätzlich stellen wir die Fotografenplattform „Eyes on China“ vor, die 36 in China lebende FotografInnen unter sich vereint.

Zur gleichen Zeit ist in der Galerie Tobias Naehring The 7th Guest zu Gast, es ist eine Gruppenausstellung. Weiterlesen

Projektor 24/2016 Die Ereignisse der Leipziger Kunstwoche

Am Donnerstag beginnt 19 Uhr im Büro für kulturelle Übersetzungen die Ausstellung Präphezeiung mit Arbeiten von Kristina Jurotschkin.

Am Freitag startet 19 Uhr im Westpol A.I.R.Space Relevanz. Sechs Künstler aus fünf verschiedenen Ländern möchten zeigen, was für sie „Relevanz“ bedeutet und wie sie das in ihren Bildern ausdrücken. Dazu laden sie vom 17. Juni bis 24. Juni in den Westpol Airspace, Westwerk in Leipzig ein.
Alexander Kavtea (Leipzig)
Benjamin Springer (Grünau)
Clement Roch (Frankreich)
Craig Wilson Fraser (Schottland)
Jerry Jordan (USA)
Ryan van Rensburg (Südafrika)

Am Sonnabend wird dann das Kunstkraftwerk nach anderthalb Jahren Probelauf mit Illusion – Nothing is as it seems ganz offiziell eröffnet. Ungewöhnlich ist auch die Zeit. Die Vernissage geht von 10 bis 17 Uhr.

Projektor 23/2016 Die Vorschau auf die Leipziger Kunstwoche

Im Museum der Bildenden Künste wird am Donnerstag über die Beethoven-Platik von Markus Lüpertz und auch über Klingers Vorgängerwerk zum gleichen Thema diskutiert. Dem heftig umstrittenen Werk Lüpertz‘ ist ein ganzes Symposium gewidmet. Los geht es 17 Uhr, der Künstler ist persönlich anwesend. Am spannendsten dürfte die Podiumsdiskussion ab 20 Uhr mit Befürwortern und Kritikern der Plastik werden.

MdbK, 18.12.2015, Markus Lüpertz, Enthüllung der Bronzeskulptur "Beethoven", Bildquelle: MdbK

MdbK, 18.12.2015, Markus Lüpertz, Enthüllung der Bronzeskulptur „Beethoven“, Bildquelle: MdbK

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Projektor 22/2016 Die Kunstereignisse der laufenden Woche in Leipzig

Am Mittwoch werden im Grassi Museum für Angewandte Kunst zwei Sonderausstellungen eröffnet. Eine zeigt edle Objekte aus Glas und Silber des finnischen Designers Tapio Wirkkala. Die andere mit dem Titel Freunden sei Dank ist dem Freundeskreis des Museums zu dessen 25jährigen Bestehen gewidmet. Zu sehen sind Exponate, die auf den Grassimessen vom Freundeskreis angekauft wurden.

Am Donnerstag beginnt 19 Uhr in der GfZK I´ll Be Your Mirror. Screen Tests von Andy Warhol. 19.30 Uhr wird in der Spinnerei-Galerie b2_ die Schau Stadtraum Leipzig mit Architekturvisionen für den Wilhelm-Leuschner-Platz eröffnet. Und 20 Uhr beginnt die diesjährige Leipziger Jahresausstellung unter der Überschrift immer & ewig.

Am Freitag gibt es 19 Uhr im Stipendiatenprogramm LIA in der Spinnerei ein Screening mit Artist Talk Body as a Medium mit der US-Künstlerin Antonia Wright. Zur gleichen Zeit eröffnet im Gap Gap an der Gemeindeamtsstraße in Lindenau Ton in Ton – Ausstellung für Kunst und Musik Nummer 4. Erlebt mit uns, wie bildende Kunst und Musik zusammenwirken. Aktion und Reaktion – das Konzept wird in der Kooperation der teilnehmenden Künstlerpaare sichtbar: ein*e Künstler*in aus dem musikalischen bzw. bildnerischen Bereich hat auf die Vorlage des jeweilgen Partners reagiert. Hierbei wurde bildende Kunst auf spannende Art in Musikstücke und Klänge visuell in neue künstlerische Werke übersetzt.

Schließlich gibt es noch am Sonnabend 17 Uhr den Start der Ausstellung zum 4. Leipziger Bildhauer Pleinair im Skulpturengarten des Heinrich-Budde-Hauses.

Bildquelle: Heinrich-Budde-Haus

Bildquelle: Heinrich-Budde-Haus

Projektor 21/2016 Die Ereignisse der Kunstwoche in Leipzig

Am Mittwoch eröffnet 18 Uhr die KTR Galerie, zu finden in der Tschaikowskistraße 21 im gleichnamigen Anwaltsbüro, die Ausstellung Probed Light mit Arbeiten von Daffurn und Sagrera. Mehr Informationen sind leider nicht erfahrbar.

Eine Stunde später heißt es in der Galerie Potemka Prinzessinnen und Heilige von Justyna Koeke. Die Kostüme, die nach eigenen Kinderzeichnungen Koekes entworfen sind, wurden zum Weltfrauentag von Seniorinnen getragen, um das Frausein jeden Alters zu feiern! Als Prinzessinnen und Heilige inszeniert, erweckten die Damen die Skulptur gewordenen Kindheitsträume performativ zum Leben. Weiterlesen

Projektor 20/2016 Die Ereignisse der Kunstwoche in Leipzig

Am Donnerstag 20 Uhr heißt es im KV Kolonnadenstraße schlicht Opening. Zu sehen sind Arbeiten von Judith Fegerl und Christoph Weber.

Am Freitag 19 Uhr beginnt in der Galerie im Mischhaus die Ausstellung Tohuwabohu mit Malerei und Objekten von Daniela Hussel. Zur gleichen Zeit eröffnet in Halle C01 des Tapetenwerkes Europan 13 – The adaptable City 2 zum gleichnamigen Architekturpreis. Die Ausstellung zeigt die Wettbewerbsergebnisse für die deutschen Städte Bamberg, Feldafing, Gera, Ingolstadt, Landsberg, Marl, Schwäbisch Gmünd und Selb sowie die polnische Stadt Warschau.  Und eine Stunde später zeigt Luci Lippard in der GfZK eine Performance.

Außerdem gibt es am Freitag 20 Uhr noch die Eröffnung einer neuen Galerie. Sie nennt sich ff15 und befindet sich in der in der ehemaligen Farbenfabrik Springer & Möller, Franz-Flemming-Straße. Die enge Nachbarschaft zu den Atelierhäusern in der Franz-Flemming-Str. 9 und 15 bildet dabei einen einmaligen und idealen Ausgangspunkt für die neuen Galerieräume im Leipziger Westen. Unser Hauptaugenmerk und Ziel ist die Schaffung eines Ausstellungsprogramms zeitgenössischer Kunst. In der Ausstellung werden Arbeiten von Heinrich Mauersberger, Oliver Stäudlin und Susan Winter gezeigt.

Heinrich Mauersberger "Schulweg", Bildquelle: Galerie ff15

Heinrich Mauersberger „Schulweg“, Bildquelle: Galerie ff15

Am Sonntag ist 11.30 Uhr im Museum der bildenden Künste Vernissage für Credo – Kirche in der DDR – Fotografien von Harald Kirschner. In über 70 Schwarzweißfotografien beleuchtet „Credo – Kirche in der DDR“ das vielfältige religiöse Leben in einem atheistischen und religionsfeindlichen Umfeld. Traditionelle Feiern, Wallfahrten, Jubiläen wie das Lutherjahr 1983, Katholikentreffen, Gemeindeleben und gelebte Ökumene bilden den inhaltlichen Schwerpunkt. Die Fotografien Harald Kirschners erzählen von Verhalten und Verhältnissen des Einzelnen und zeigen die Kraft des Glaubens in der Gemeinschaft.