Studenten übernehmen Eine etwas eigenartige Ausstellungspolitik an der HGB

Ungewöhnlich ist es schon, wenn 18.46 Uhr eine Pressemitteilung eintrifft, dass 19.00 Uhr des gleichen Tages eine Ausstellung eröffnet wird. Wenn dann die Überschrift heißt Studierende übernehmen die Galerie der HGB wird es noch seltsamer. Not Really Made ist der offizielle Titel der zweiteiligen Aktion.

Eigentlich war ja vor einem Jahr schon einmal der Versuch gestartet worden, die Galerie für studentische Projekte zu öffnen. Resonanz und Erfolg hielten sich in Grenzen. Über Gründe lässt sich spekulieren. Vielleicht ziehen es viele Studierende vor, in irgendwelchen leerstehenden Immobilien auf eigene Faust einen temporären Off Space zu eröffnen als unter Aufsicht der Hochschulleitung. Statt einer Neuausschreibung der Stelle übernahm dann Prorektor Ralf F. Hartmann selbst die Funktion der Galerieleitung. Die drei (?) bisherigen Ausstellungen unter seiner Ägide waren durchweg Nachnutzungen, vor allem vom Kunstkraftwerk Cottbus. Sonderlich dynamisch ist so ein Konzept nicht gerade.

Nun übernehmen also wieder die Studenten, offenbar mit einer ganz spontanen Besetzung der Räumlichkeit. Wirklich? Dann wäre die sehr späte Pressemitteilung wohl kaum von der offiziell Beauftragten der Öffentlichkeitsarbeit an der HGB in die Welt gesetzt worden. Seltsam.

PM_not_really_made

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