Projektor 20/2016 Die Ereignisse der Kunstwoche in Leipzig

Am Donnerstag 20 Uhr heißt es im KV Kolonnadenstraße schlicht Opening. Zu sehen sind Arbeiten von Judith Fegerl und Christoph Weber.

Am Freitag 19 Uhr beginnt in der Galerie im Mischhaus die Ausstellung Tohuwabohu mit Malerei und Objekten von Daniela Hussel. Zur gleichen Zeit eröffnet in Halle C01 des Tapetenwerkes Europan 13 – The adaptable City 2 zum gleichnamigen Architekturpreis. Die Ausstellung zeigt die Wettbewerbsergebnisse für die deutschen Städte Bamberg, Feldafing, Gera, Ingolstadt, Landsberg, Marl, Schwäbisch Gmünd und Selb sowie die polnische Stadt Warschau.  Und eine Stunde später zeigt Luci Lippard in der GfZK eine Performance.

Außerdem gibt es am Freitag 20 Uhr noch die Eröffnung einer neuen Galerie. Sie nennt sich ff15 und befindet sich in der in der ehemaligen Farbenfabrik Springer & Möller, Franz-Flemming-Straße. Die enge Nachbarschaft zu den Atelierhäusern in der Franz-Flemming-Str. 9 und 15 bildet dabei einen einmaligen und idealen Ausgangspunkt für die neuen Galerieräume im Leipziger Westen. Unser Hauptaugenmerk und Ziel ist die Schaffung eines Ausstellungsprogramms zeitgenössischer Kunst. In der Ausstellung werden Arbeiten von Heinrich Mauersberger, Oliver Stäudlin und Susan Winter gezeigt.

Heinrich Mauersberger "Schulweg", Bildquelle: Galerie ff15

Heinrich Mauersberger „Schulweg“, Bildquelle: Galerie ff15

Am Sonntag ist 11.30 Uhr im Museum der bildenden Künste Vernissage für Credo – Kirche in der DDR – Fotografien von Harald Kirschner. In über 70 Schwarzweißfotografien beleuchtet „Credo – Kirche in der DDR“ das vielfältige religiöse Leben in einem atheistischen und religionsfeindlichen Umfeld. Traditionelle Feiern, Wallfahrten, Jubiläen wie das Lutherjahr 1983, Katholikentreffen, Gemeindeleben und gelebte Ökumene bilden den inhaltlichen Schwerpunkt. Die Fotografien Harald Kirschners erzählen von Verhalten und Verhältnissen des Einzelnen und zeigen die Kraft des Glaubens in der Gemeinschaft.

Respektor 18/2016 Der Medienrückblick

Die Rückschau besteht diesmal eigentlich nur aus einer korrigierenden Ergänzung zum vorigen Respektor. In der Mai-Ausgabe des Kreuzer wurde leider eine ganze Doppelseite überblättert. Auf dieser kündigt Britt Schlehanh einerseits die Ausstellung mit Fotografien Harald Kirschners zu kirchlichem Leben in der DDR an, die im Bildermuseum zu sehen sein wird, anderseits schreibt sie einen langen Text über die Neue Leipziger Schule. Vor zehn Jahren als „Neue Leipziger Schule“ gefeiert, fehlt immer noch eine inhaltliche Analyse zur Leipziger Malerei.

Projektor 19/2016 Die Ereignisse der Kunstwoche in Leipzig

Wenn gesundheitliche Schwächen mit Computerproblemen zusammentreffen, kann es vorkommen, dass die Wochenvorschau erst am Dienstag erscheint. Das ist zu verkraften, da die ersten Veranstaltungen erst am Donnerstag stattfinden. 18 Uhr wird in der Galerie KUB die Total State Machine angeworfen, präsentiert von Kreative Empire, Zonic und NSK Lipsk. Test Dept, das 1981 gegründete legendäre britische Industrial-Kollektiv mit Tendenz zu Multimedia und (Massen-)Performance-Kunst, waren in ihrer ersten Phase bis 1997 nicht nur als Bearbeiter von Klangmaterialien und radikale Visualisierungen als eine der wichtigsten Formationen des Genres geschätzt, sondern zeichneten sich als hochpolitische Verwerter und Recycler von medialen Gesellschaftsabfällen aus. 

Im Gletscherstein Art Club beginn am Donnerstag 18 Uhr die Ausstellung Unterwegs und Hier mit Malerei der Dresdnerin Mandy Friedrich.

Bildquelle: Gletscherstein Art Club

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Backstage zum Kaffeekränzchen Ein lebhafter Literaturkenner porträtiert einen ruhigen Maler

Was der MDR-Literaturredakteur Michael Hametner zuerst mit Sighart Gille erprobt hat, setzt er nun mit dessem einstigen Schüler Matthias Weischer fort. Er porträtiert den Künstler in einer Serie von Gesprächen. Interviews sind das nicht. Vielmehr handelt es sich um ein lockeres Umkreisen von Themenbereichen, die er jeweils durch ein Zitat, zumeist auch von Künstlern stammend, einleitet. Angereichert durch ausführliche Bildstrecken kommt schließlich ein Buch heraus, das weder Biografie noch Monografie ist, und dennoch eine Persönlichkeit darstellt.

Die Methode hat Raffinesse. Hametner ist schließlich kein Experte für Bildende Kunst, kann sich auf die Unschuld des so neugierig wie naiv Fragenden berufen. Doch selbstverständlich hat er sich intensiv mit der Materie beschäftigt.

Bildquelle: Mitteldeutscher Verlag Halle

Bildquelle: Mitteldeutscher Verlag Halle

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Schönheit als Politikum Massenandrang bei Sonnenschein zum Frühjahrsrundgang der Spinnerei

Das Wetter hat gerade noch die Kurve Richtung Frühling gekriegt. Perfekte Bedingungen also, den Spinnereirundgang als Familienausflug anzulegen. Eine gewisse Partystimmung war unvermeidlich. Zur obligatorischen Bratwurst konnte man sogar frischen Spargel genießen und Musik von Klezmer bis singender Säge hören. Sogar ein vorletzter Blick ins Bimbo Town war möglich.Geschäftsführer Bertram Schultze, der diesmal selbst mit Künstlerporträts vertreten ist, hatte wieder einmal Grund zur Zufriedenheit. Die Besucherzahlen lagen bei etwa 12.000. Man erlebte eine Zusammenstellung von Kunst, die etwas mehr Kontraste bot als mancher vorherige Rundgang.

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Respektor 17/2016 Leipziger Kunst in den Medien

Der Mai-Kreuzer ist da. Britt Schlehahn schreibt darin in der Rubrik Kunst über den bevorstehenden Schiller-Spaziergang oder die Kunst des Demonstrierens sowie über Ausstellungen in Sachsen-Anhalt und zwei Bücher, die auch nicht direkt mit Leipzig zu tun haben.

In der LVZ war am Dienstag über die Ausstellung einer estnischen Künstlerin in der Art Kapella Schkeuditz zu lesen. Am Mittwoch berichtete Jürgen Kleindienst über das Projekt Fluchtautos von Manaf Halbonni, das zur Zeit im MdbK Station macht. Am Donnerstag folgte auf der Seite Campusleben ein Porträt des Kunstverein Gegenwart von Christine Warnecke. Am Freitag lieferte Jürgen Kleindienst den obligatorischen Vorschau-Artikel zum Spinnereirundgang, am Sonnabend gab es noch eine Rezension zum Buch Auf der Bühne von Michael Hametner über den Maler Matthias Weischer.

Die L-Iz berichtete am Mittwoch über die Plakataktion Stefan Koppelkamms.

Projektor 18/2016 Die Kunstereignisse in Leipzig in der 18. Kalenderwoche 2016

Am Dienstag gibt es 18 Uhr in der GfZK ein Künstlergespräch mit Calla Henkel und Max Pitegoff. Zur gleichen Zeit findet im GRASSI Museum für Völkerkunde die Diskussion Relevanz der Kunst – Kunst der Relevanz mit Deborah Jeromin (Künstlerin), Dr. Marc Rölli (HGB), Nanette Snoep (SES) und Julia Zureck (Künstlerin) statt. Die Moderation hat Benjamin Meyer-Krahmer.

Am Mittwoch ist Valentin Diaconov im Bükü zu einem Kuratorengespräch zu Gast. Eine Stunde später beginnt im Bistro 21 die Ausstellung Master and Slave mit Manuel Schneidewind. Und 20 Uhr startet im KV Kolonnandenstraße die Lecture Performance Sweet Talking mit Franziska Pierwoss.

Am Donnerstag heißt es im Kulturny Dom Lipsk / Salon Similde Global DADA 100, Pt.2: Tribut an Nichts und die russischen Nichtsler.

Am Sonnabend findet 15.30 Uhr im Neu Deli, Nachfolgeinstitution der Galerie Delikatessenhaus, die Finnisage der Ausstellung Ende.Neu mit Belle Shafir, Tel Aviv und Stefanie Busch, Dresden, statt.