Projektor 22/2016 Die Kunstereignisse der laufenden Woche in Leipzig

Am Mittwoch werden im Grassi Museum für Angewandte Kunst zwei Sonderausstellungen eröffnet. Eine zeigt edle Objekte aus Glas und Silber des finnischen Designers Tapio Wirkkala. Die andere mit dem Titel Freunden sei Dank ist dem Freundeskreis des Museums zu dessen 25jährigen Bestehen gewidmet. Zu sehen sind Exponate, die auf den Grassimessen vom Freundeskreis angekauft wurden.

Am Donnerstag beginnt 19 Uhr in der GfZK I´ll Be Your Mirror. Screen Tests von Andy Warhol. 19.30 Uhr wird in der Spinnerei-Galerie b2_ die Schau Stadtraum Leipzig mit Architekturvisionen für den Wilhelm-Leuschner-Platz eröffnet. Und 20 Uhr beginnt die diesjährige Leipziger Jahresausstellung unter der Überschrift immer & ewig.

Am Freitag gibt es 19 Uhr im Stipendiatenprogramm LIA in der Spinnerei ein Screening mit Artist Talk Body as a Medium mit der US-Künstlerin Antonia Wright. Zur gleichen Zeit eröffnet im Gap Gap an der Gemeindeamtsstraße in Lindenau Ton in Ton – Ausstellung für Kunst und Musik Nummer 4. Erlebt mit uns, wie bildende Kunst und Musik zusammenwirken. Aktion und Reaktion – das Konzept wird in der Kooperation der teilnehmenden Künstlerpaare sichtbar: ein*e Künstler*in aus dem musikalischen bzw. bildnerischen Bereich hat auf die Vorlage des jeweilgen Partners reagiert. Hierbei wurde bildende Kunst auf spannende Art in Musikstücke und Klänge visuell in neue künstlerische Werke übersetzt.

Schließlich gibt es noch am Sonnabend 17 Uhr den Start der Ausstellung zum 4. Leipziger Bildhauer Pleinair im Skulpturengarten des Heinrich-Budde-Hauses.

Bildquelle: Heinrich-Budde-Haus

Bildquelle: Heinrich-Budde-Haus

AUSSCHREIBUNG Bildhauersymposium in der Stadt Taucha 2016 Bewerbungsschluss: 09.07.2016 (Poststempel)

Zusammen mit der Stadt Taucha lobt der BUND BILDENDER KÜNSTLER LEIPZIG e.V. ein Bildhauersymposium für vier TeilnehmerInnen vom 29.08. – 25.09.2016 aus.
Die Ausschreibung richtet sich an professionell arbeitende BildhauerInnen aus der
Region. Kosten für Übernachtungen können nicht übernommen werden. Weiterlesen

AUSSCHREIBUNG // 5. HochdruckGrafik-Symposium Bewerbungen bis 1. Juli möglich

 
Die Druckwerkstatt „carpe plumbum‘‘ lädt gemeinsam mit dem BUND BILDENDER KÜNSTLER LEIPZIG e.V. insgesamt vier bildende KünstlerInnen zum 5. HochdruckGrafik-Symposium ein.
Bewerben können sich bildende KünstlerInnen und BuchkünstlerInnen mit dem
Arbeitsschwerpunkt bzw. Interesse am Hochdruck. Erfahrungen mit diesen Techniken sind
erwünscht, aber nicht Voraussetzung. Eine Ideenskizze wäre sinnvoll.
Die Bewerbung kann ausschließlich nur per E-Mail erfolgen (PDF mit Lebenslauf, Arbeitsproben) bis zum 01.07.2016 an info@bbkl.org. Eine Fachjury wird Anfang Juli über die Auswahl der TeilnehmerInnen entscheiden. Diese werden schriftlich benachrichtigt.

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Dokumente aus einer ziemlich breiten Nische Harald Kirschner hat kirchliches Leben in der DDR fotografiert

Für westdeutsch Sozialisierte müssen diese Fotos eine Überraschung sein. So bekennt Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt, dass er beim ersten Betrachten meinte: Das kann doch nicht sein! Aber auch für viele ehemalige DDR-Bürger ist es sicherlich eine Auffüllung von Gedächtnislücken.

Kirchen diverser Konfessionen wurden im offiziell atheistischen Arbeiter- und Bauernstaat nicht gerade geliebt und gefördert, doch es gab sie. Manchmal, wie zum Luther-Jahr 1983, nutzte die Partei- und Staatsführung religiöse Ereignisse sogar für eigene Zwecke aus. Oder sie ließ eben die Nische zu.

Harald Kirschner: Grundsteinlegung des katholischen Gemeindezentrums St. Martin, Leipzig-Grünau, 1983. Bildquelle: MdbK

Harald Kirschner: Grundsteinlegung des katholischen Gemeindezentrums St. Martin, Leipzig-Grünau, 1983. Bildquelle: MdbK

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Ausschreibung: Stipendien der Kulturstiftung für das Jahr 2017 Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 1. Juli 2016

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen vergibt im Jahr 2017 bis zu 44 Stipendien für freiberuflich tätige Künstler, die ihren Schaffensmittelpunkt oder Wohnsitz im Freistaat Sachsen haben. Ausgeschrieben werden vier Stipendienplätze im Bereich Bildende Kunst in den USA, davon zwei für jeweils sechs Monate innerhalb des International Studio and Curatorial Program (ISCP) in New York sowie zwei Stipendien für jeweils drei Monate beim Greater Columbus Arts Council (GCAC) in Columbus/Ohio. Bildende Künstler können sich zudem für je ein dreimonatiges Aufenthaltsstipendium in Peking (China) bzw. Hanoi (Vietnam) bewerben. „Stipendien schaffen Zeit und Raum für neue Ideen. Gerade junge Künstlerinnen und Künstler können sich durch unsere Unterstützung frei von den Zwängen des Kunstmarkts entwickeln“, sagt Ralph Lindner, Stiftungsdirektor der Kulturstiftung. Weiterlesen

Marion Ermer Preis 2016 Die Preisträger

Der mit jeweils 5.000 Euro dotierte Marion Ermer Preis für junge KünstlerInnen aus
den neuen Bundesländern geht in diesem Jahr an:

Manaf Halbouni (Dresden)
Marian Luft (Leipzig)
Katharina Schilling (Leipzig)
Thomas Taube (Leipzig).

In diesem Jahr wird der Kunstpreis der Marion Ermer Stiftung erstmals in
Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig verliehen. Eine
fünfköpfige Jury tagte am 23. Mai im Museum. In einem sehr konzentrierten
Auswahlverfahren mit über 200 Einreichungen von KünstlerInnen aus den neuen
Bundesländern wurden die Werke der Bewerberinnen und Bewerber intensiv
diskutiert. Weiterlesen

Plätschern in dunkler Galle Kaum Heilungschancen von der kapitalistischen Melancholie diagnostiziert Halle 14

Bei Dürer hat die Melancholie noch nichts Depressives an sich. Gedankenversunken sitzt der Engel inmitten von Symbolen wissenschaftlichen, handwerklichen oder künstlerischen Schöpfertums, einen Zirkel haltend. Ein halbes Jahrtausend ist seit der Renaissance vergangen, die nicht nur in der Kunst, mehr noch in der Ökonomie einen epochalen Wandel darstellte. Der Geist der Rationalisierung kam zur Welt. Heute erweist sich die dem Begriff zugrunde liegende Ratio, die Vernunft, unübersehbar als das genaue Gegenteil.

Die Capitalist Melancolia des 21. Jahrhunderts, die in der neuen Ausstellung der Halle 14 thematisiert wird, hat krankhafte Züge. Es wird eine allumfassende gesellschaftliche Erschöpfung beschworen. Das Prinzip Hoffnung des Leipziger Philosophie-Professors Ernst Bloch scheint erstmals in der Menschheitsgeschichte nicht mehr zu gelten.

Installation von CHTO

Installation von CHTO

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Projektor 21/2016 Die Ereignisse der Kunstwoche in Leipzig

Am Mittwoch eröffnet 18 Uhr die KTR Galerie, zu finden in der Tschaikowskistraße 21 im gleichnamigen Anwaltsbüro, die Ausstellung Probed Light mit Arbeiten von Daffurn und Sagrera. Mehr Informationen sind leider nicht erfahrbar.

Eine Stunde später heißt es in der Galerie Potemka Prinzessinnen und Heilige von Justyna Koeke. Die Kostüme, die nach eigenen Kinderzeichnungen Koekes entworfen sind, wurden zum Weltfrauentag von Seniorinnen getragen, um das Frausein jeden Alters zu feiern! Als Prinzessinnen und Heilige inszeniert, erweckten die Damen die Skulptur gewordenen Kindheitsträume performativ zum Leben. Weiterlesen

Respektor 19/2016 Die Medienrückschau

Am Montag widmet Lars Schmidt in der LVZ Jim Whitings Bimbo Town, wo am Samstag zuvor die nun wirklich letzte Party stattfand, so etwas wie einen Nachruf: Jim Whiting ist Mitte 60, eine Übergangslösung auf unbestimmte Zeit will er nicht mehr. So wird er seine Bimbo Town in Leipzig erst mal einpacken; laut Friedemann Jetter der zu seinem Team gehörte, wird es sie nie wieder geben. Wir hatten sie, immerhin 20 Jahre.

Am Donnerstag wird in der LVZ an unerwarteter Stelle, auf Seite 22, der Typograf und Buchgestalter Alexander Morgenstern von Rolf Richter in der Rubrik Gesichter in Leipzig vorgestellt.

Und am Sonnabend folgte dann noch eine Rezension zu Sharon Kivlands Ausstellung in der HGB.

Das Kapital anknabbern Sharon Kivland setzt in der HGB die Politische Ökonomie in Szene

Zunächst sieht es ein bisschen nach Naturkundemuseum aus. Präparierte Tiere dominieren den optischen Eindruck – Füchse, Eichhörnchen, Marder. Doch schon die roten Mützen, die manche tragen und auch die Textilteile oder Bücher, die anderen beigeordnet sind, verdeutlichen, dass es sich nicht um eine weitere Arbeit aus dem Grenzbereich von Kunst und Naturwissenschaft handelt. Wissenschaft spielt durchaus eine Rolle, doch nicht die Zoologie, sondern die Politische Ökonomie in der Tradition von Karl Marx.

Sharon Kivland "the natural forms part 3", Bildquelle: HGB Leipzig

Sharon Kivland „the natural forms part III“, Bildquelle: HGB Leipzig

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