Projektor 17/2016 Die Ereignisse der Leipziger Kunstwoche

So, jetzt kommt´s ganz dicke. Das Rundgang-Wochenende steht bevor und viele Galerien außerhalb der Spinnerei docken an diesen Termin an.

Los geht es aber erst einmal am Dienstag in der Keramik-Galerie terra rossa. 18 Uhr ist Vernissage der Ausstellung Bild & Form mit Arbeiten von Christine Kleeberg.

Am Mittwoch gibt es in der Galerie der HGB ab 19 Uhr Sharon Kivlands Ausstellung mit dem nicht ganz simplen Titel The Natural Forms, Part III: The Tracts. Readers and Liseuses. Mademoiselle La Marchandise. Other Works zu sehen. Ausgehend von einer intensiven Beschäftigung mit den Theorien von Karl Marx und Sigmund Freud widmet sich die englisch-französische Künstlerin und Theoretikerin Sharon Kivland in den Arbeiten für die Ausstellung Fragen nach Rollenzuschreibungen, Geschlechterkonstruktionen und Ökonomie. Dabei interessiert sie insbesondere die Funktion von Frauenbildern in der ökonomischen Theorie und gesellschaftlichen Wirklichkeit kapitalistischer Systeme.

Am Donnerstag heißt es in The Museum ab 19 Uhr Apparatus mit Aleksandr Delev und Mark Fridvalszki. Zur gleichen Zeit beginnt im nicht so weit entfernten Ortloff 140 K. Zu sehen sind Werke von Liam Gillick, Martin Groß, Mark Hamilton, Hanna Kier und Julia Schmidt. Ebenfalls 19 Uhr heißt es in der Tapetenwerk-Galerie Hier + Jetzt Spaces & Lines mit Malerei von Marlet Heckhoff. Und ab 20 Uhr kann man in der Charter Projektgalerie Malerei und Skulptur von Eugen Kunkel und Edvardas Racevicius betrachten.

Am Freitag vor einem Rundgang ist traditionell Tapetenwerkfest von 17 bis 24 Uhr. Dazu gehört die Eröffnung der Gruppenaussstellung Vermessung in Halle C01 mit Anna Degenkolb, Niels-Christian Fritsche, Katharina Gerold, Carsten Nicolai, Olaf Nicolai, Ute Richter und Beate Tischer. Die Initiatoren haben Freunde zu einer gemeinsamen Ausstellung ihrer künstlerischen Arbeiten eingeladen, deren Lebenswege sich mit ihren eigenen in den Jahren 1985 bis 1990 zwischen Karl-Marx-Stadt, Leipzig und Dresden auf unterschiedliche Weise gekreuzt haben – zu Zeiten und an Orten radikaler historischer Veränderung also, aber auch neuer Möglichkeiten und Optionen. Ihre Biografien sind inzwischen so verschieden wie ihre künstlerischen Arbeiten seitdem, doch genau diese Verbindung führt sie in VERMESSUNG nach 25 Jahren wieder zusammen. Viele weitere Ausstellungsorte und Ateliers im Tapetenwerk sind ebenfalls geöffnet.

Im KunstKraftWerk beginnt am Freitag 18 Uhr Let’s Get Physical: Spatial Confrontations and Narrative Collisions. Ungewöhnlich für den Ort ist, dass Malerei gezeigt wird, und zwar von Birgir Birgisson,Tatjana Doll, Adam Saks, Marcus Eek, Olli Piippo, Anna Retulainen, Janne Räisänen, Kristina Schuldt, Franziska Holstein, Robert Seidel und Katrin Heichel, kuratiert von Mika Hannula.

19 Uhr fängt in Die Box, dem ehemaligen Standort von Alabama, Sir im Plagwitzer Bahnhof, die Schau Piper in the Woods mit Malerei von Kathrin Thiele und Maria Sainz Rueda an. Zur gleichen Zeit ist beim Kunstverein Gegenwart Finissage von Kehrtwenden : Weitergehen mit Künstlergespräch und Konzert. Im BMSNT in der Spinnerei wird ebenfalls ab 19 Uhr unter dem Titel Think Think Push mit Ronny Bulik schon mal der Rundgang eingeläutet. Und in der Galerie Drei Ringe sieht man ab 20 Uhr delta x mit Zeichnungen von Valentin Emil Lubberger.

Eine Stunde früher als die Spinnerei, also ab 10 Uhr, beginnt am Sonnabend die Galerie Schwind in Gohlis den eigenen Rundgang mit einer Gruppenausstellung.

Aber 11 Uhr geht es dann auch in Plagwitz los. Der Übersichtlichkeit wegen hier eine Auflistung:

In Halle 14 wird erst 15 Uhr eröffnet. Dort ist Capitalist Melancholia mit Gregory Barsamian, Stefan Brüggemann, Anetta Mona Chisa & Lucia Tkacova, CHTO, Jeannette Ehlers, Famed, Rumiko Hagiwara , David Maisel, Álvaro Martínez Alonso, Guido van der Werve zu sehen. Die Kunstwerke der Ausstellung und das Symposium »A Government of Times« (28. Mai) laden zum Innehalten, Neuverorten und Überdenken ein und stellen Fragen nach politischer Fantasie und einer anderen Form der Beschleunigung – einem navigatorisch-experimentellen Prozess der Entdeckung eines universellen Raums von Möglichkeiten.

Ebenfalls zum Rundgang gehörig und mit der Ausstellung bei Eigen+Art korrespondierend ist die Filmvorstellung Alphaville-MD von Maix Mayer im Luru-Kino am Sonntag 13 Uhr.

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