Projektor 16/2016 Die Ereignisse der Kunstwoche in Leipzig

Von wegen Ruhe vor dem Sturm. Auch wenn der große Rundgang erst übernächstes Wochenende ansteht, ist auch die kommende Woche schon ziemlich angefüllt mit Terminen, wobei eine gewisse Theorielastigkeit nicht zu sehen ist.

Am Dienstag geht es 19 Uhr los mit einem Künstlergespräch in der Galerie Eigen+Art mit dem Maler Titus Schade und Prof. Frank Zöllner von der Uni Leipzig als Abschluss der Gruppenausstellung Trailer.

Am Mittwoch beginnt im MdbK eine Serie von Veranstaltungen zur Schenkung des Künstlers Lutz Dammbeck mit Dürers Erben, 1995: Der Mythos der Leipziger Schule und die „Malerfürsten“ der DDR, ein Kunstgespräch des Neuen Leipziger Kunstvereins e. V. mit Fred Gehler.

Ebenfalls am Mittwoch, aber 20 Uhr, findet in der Galerie Kontrapost in der Reihe Schaufenster die Vernissage mit Farbholzschniten von Susanne Werdin unter dem Titel Sechzehntel, changierend statt.

Susamme Werdin. "Eine gelbe Diagonale", Bildquelle: Galerie Konrapost

Susamme Werdin. „Eine gelbe Diagonale“, Bildquelle: Galerie Konrapost

Am Donnerstag geht es in der Kunsthalle G2 ab 18 Uhr weiter mit der neuen Sonderausstellung Nocturama von Katrin Heichel. Heichels Malerei behauptet ihre Aktualität durch unablässiges Hinterfragen von bestehenden Bildtraditionen. Der Künstlerin gelingt dabei ein Werk, das sich Moden und Tendenzen zu entziehen vermag. Besonders in ihren jüngsten Arbeiten nehmen Motive der Nacht und dunkle Farbtöne bzw. ihre verschiedensten Schattierungen und Vermischungen eine starke Präsenz und einen neuen Stellenwert ein. Das düster Geheimnisvolle, Mehrdeutige, Undurchdringliche, Unbegreifliche ist ihr ebenso eigen wie das Konkrete, Physische, das betont Kraftvolle: eine Art urtümliche, ebenso raue wie fragile Gewalt, die jedem Ding und Individuum innewohnt. Zerstörerischer Zweifel und bewahrende Stärke gehen bei Heichel eine eindringliche Synthese ein.

Katrin Heichel. "Nocturama", Bildquelle: Kunsthalle G2

Katrin Heichel. „Nocturama“, Bildquelle: Kunsthalle G2

Ebenfalls am Donnerstag, eine Stunde später, kann man im Rahmen der Ausstellung Kehrtwenden : Weitergehen des Kunstvereins Gegenwart mehrere Performances erleben. Unter dem Titel cry me a river agieren Ruth Biene [Berlin], Anna Elisabeth Börner + Marit van der Woude [Leipzig], Nora Manthei [Halle/Saale], Aron Lesnik [Leipzig], Claudia Kühn [Kassel] und Imke Zeinstra [Breda, NL].

Und zeitgleich findet im Büro für kulturelle Übersetzungen die Vernissage In the Middle of the East mit Rona Stern (Tel Aviv) statt.

Am Freitag beginnt 18 Uhr in der Galerie ARTAe der zweite Teil der Jubiläumsausstellung zum zehnjährigen Jubiläum.

Zur gleichen Zeit heißt es in der Galerie Tobias Naehring ob-iectum sub-iectum. Zu sehen sind Arbeiten von Connor McNicholas, Ian Law, Jens Einhorn, Lindsay Lawson, Strauss Bourque-LaFrance und Tomas Downes, kuratiert von Domenico de Chirico.

Und ab 19 Uhr kann man am Freitag in der Galerie b2_ ein Künstlergespräch zum Ende der Ausstellun Kindred by Choice anhören. Im Podium: Selma van Panhuis, Künstlerin sowie Kuratorin der Ausstellung. Sowie die Künstlerinnen Katharina Schilling und Zora Berweger. Das Gespräch wird von Dr. Frédéric Bußmann moderiert (wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum der Bildenden Künste Leipzig).

Am Sonnabend ist das Hauptereignis die Museumsnacht Zauber Leipzig-Halle mit zahlreichen Aktionen auch in Kunstmuseen. Alle Infos sind auf der Homepage zu finden.

Außerdem kann man aber am Sonnabend 19 Uhr in den Passage-Kino Overgames, den neusten Dokumentarfilmvon Lutz Dammbeck sehen. Im Anschluss gibt es ein Gespräch mit Lutz Dammbeck, Fred Gehler und Frédéric Bußmann.

Der nächste Termin ist dem gleichen Thema gewidmet. Am Sonntag 11 Uhr im MdbK findet die Präsentation der Schenkung und ein Künstlergespräch mit Lutz Dammbeck, Hans-Werner Schmidt und Frédéric Bußmann statt zu Herakles Konzept, 1977–2014.

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